Lehrstuhl für Botanik II - Ökophysiologie und Vegetationsökologie

    Bert Hölldobler erhält Lorenz-Oken-Medaille

    21.09.2016

    Der emeritierte Zoologe und Verhaltensphysiologe Bert Hölldobler wurde von der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) für seine besonderen Leistungen in der Wissenschaftsvermittlung geehrt. Er erhielt die Lorenz-Oken-Medaille.

    Bert Hölldobler, ausgezeichnet mit der Lorenz-Oken-Medaille der GDNÄ. (Foto: Gunnar Bartsch)
    Bert Hölldobler, ausgezeichnet mit der Lorenz-Oken-Medaille der GDNÄ. (Foto: Gunnar Bartsch)

    Professor Bert Hölldobler, aktiver Emeritus am Lehrstuhl für Zoologie II und Professor an der Arizona State University (USA), bekam eine angesehene Auszeichnung. Am 9. September überreichte ihm die GDNÄ-Präsidentin Eva-Maria Neher die Laurenz-Oken-Medaille. "Mit seinen vielfältigen und höchst erfolgreichen Bemühungen um die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ist Bert Hölldobler im Sinne von Oken ein besonders würdiger Träger der Medaille", heißt es in der Urkunde, die im Dom zu Greifswald ebenfalls an Hölldobler ging.

    Bert Holldöbler habe sich als Zoologe mit Forschungsinteressen auf den Gebieten der Verhaltensphysiologie, Evolutionsbiologie, Soziobiologie und der Chemische Biologie einen herausragenden Namen gemacht. Hölldobler zeichne sich durch eine intensive Kommunikation seiner Forschungsarbeit in die Gesellschaft aus. In begeisternden Vorträgen und großartigen Büchern, Filmen und Interviews lasse er Fachleute wie Laien an seiner Faszination teilhaben.

    Studium, Promotion und Professur an der Uni Würzburg

    Hölldobler studierte Biologie und Chemie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 1965 wurde er dort mit einer Arbeit über das soziale Verhalten der Männchen bei den Rossameisen und deren Bedeutung für die Organisation der Ameisenstaaten zum Dr. rer. nat. promoviert. 1969 habilitierte er sich an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

    1971 wurde Hölldobler zum Professor für Zoologie an der Universität Frankfurt ernannt. Von 1973 bis 1990 war er Professor für Biologie und Alexander-Agassiz-Professor für Zoologie an der Harvard University in Cambridge (Massachusetts/USA).

    1989 kehrte er nach Deutschland zurück und übernahm den Lehrstuhl für Verhaltensphysiologie und Soziobiologie am Theodor-Boveri-Institut der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

    Hölldobler wurde der breiten Öffentlichkeit als Ameisenfoscher bekannt und hat das mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Buch "Auf den Spuren der Ameisen" verfasst.

    Zur Auszeichnung

    Naturforscher und Anatom Lorenz Oken gründete 1822 die GDNÄ, um den "freundschaftlichen Austausch zwischen Naturforschern und Ärzten aber auch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft" zu fördern.

    Mit der Lorenz-Oken-Medaille werden Personen ausgezeichnet, die sich um den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft besonders verdient gemacht haben. Sie wird alle zwei Jahre vergeben.

    Website der GDNÄ: www.gdnae.de

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